Die Trading Psychologie – mit Gefühl lässt sich nur verlieren

Erfolgreiche Trader haben nicht nur den logischen Sachverstand für die Materie, sondern verfügen auch über die notwendigen emotionalen Verhaltens- und Denkmuster. Möglicherweise kennen Trader, die in ihrer Freizeit schnell Geld verdienen wollen, die fachlichen Komponenten hervorragend. Sollte sich der erhoffte Erfolg dennoch nicht einstellen, kann das auch daran liegen, dass sich die Betroffenen falsche Verhaltensmuster eingeprägt haben.

Grundlagen:

Die absolute Grundlage für ein erfolgreiches Agieren auf den Märkten ist ein effektiv und profitabel arbeitendes Handelssystem. So haben die meisten Top-Trader eine ausgeklügelte Handelsstrategie, durch die sie ihren Kunden zu größtmöglichen Gewinnen verhelfen können. Wirkliche Top-Trader können aber noch sehr viel mehr. Sie sind in der Lage, ihre jeweilige Strategie auch langfristig umzusetzen und können nicht nur mit den Gesetzen der Logik agieren, sondern auch aus ihrem Unterbewusstsein. Diese Gabe besitzen die meisten Hobby-Trader allerdings nicht. Sie verschaffen sich in der Regel zunächst einen Überblick, indem sie sich an den Strategien ihrer Broker orientieren. Ihr Fehler besteht allerdings oft darin, dass sie die Stops zum falschen Zeitpunkt setzen oder diese sogar löschen. Den Tradern fehlt es also einfach oft am mangelnden Gefühl oder dem notwendigen Durchhaltevermögen, um langfristig erfolgreich zu sein. Bisweilen riskieren die Trader aber auch zu viel auf einmal. Beim Trading lauern also zahlreiche Fehlerquellen, die ein Hobby-Trader oder ein Neueinsteiger gar nicht kennen kann.

Denn es kommt nicht immer darauf an, dass die Trades in der richtigen Reihenfolge gesetzt werden. Neben dem sachlichen Verstand ist es für ein Gewinn bringendes Trading nämlich oft auch notwendig, auch auf die innere Stimme zu hören. Diese kann sich dabei auch gut warnend in den Vordergrund stellen.

Erfolgreiche Trader erreichen Ihre zieleDieser Trader, der einerseits von seinen Verhaltens- und Denkmustern, andererseits aber auch von Erfahrungen und Hormonen gelenkt wird, wird also wesentlich erfolgreicher sein, als ein Trader, der nur seinem sachlich-nüchternem Verstand folgt, an das Trading völlig analytisch herangeht und keine Emotionen zulässt. Ein erfolgreicher Trader sollte also mutig sein, aber auch seinen Gefühlen zutrauen, dass er die richtigen Entscheidungen trifft. Er braucht aber auch ausreichend Geduld, um Entwicklungen ausreichend Zeit zu geben und abzuwarten. Natürlich ist auch ein entsprechender persönlicher Einsatz vonnöten.

Vieles – auch das Trading – lässt sich erlernen.

Will jemand langfristig ein kleines Nebeneinkommen durch Trading erzielen, muss zunächst diszipliniert an sich arbeiten, um sich das notwendige Durchhaltevermögen und die Willenskraft zu erarbeiten. Wie lässt sich das umsetzen? Zunächst gilt es, die entsprechende Disziplin aufzubauen, weil diese nicht jeder in einem ausreichenden Maß besitzt. Dabei müssen sich angehende Trader auch die Frage stellen, was sie für den persönlichen Erfolg zu tun bereit sind. Dazu gehört auch, sich gute Eigenschaften anzutrainieren und schlechte abzulegen. Sobald die ersten Schritte gemacht sind, bringt jeder absolvierte Trade schließlich eine weitere Verbesserung. Damit die jungen Trader den Überblick nicht verlieren, sollten sie ein Handelsprotokoll sowie ein Handelstagebuch führen. Darin sollten sie auch ihre Emotionen aufführen. Langfristig gesehen unterstützen diese beiden Handelswerkzeuge den Trader. Und schließlich braucht es auch noch einen Handelsplan. Die Trader sollten sich später natürlich auch an die Regeln halten, die sie darin definiert haben, um einen emotionalen Handel und eventuelle Verluste zu vermeiden.

Denn an der Börse zeigen sich augenblicklich die Konsequenzen von schlechten Spekulationen: Die Verluste sind sowohl sicht- als auch fühlbar. Durch das Trading werden falsche Entscheidungen des Traders gekonnt reflektiert. Darüber hinaus zeigt der Börsenhandel auch auf, welchen Handlungs- und Denkprozessen der Trader ausgesetzt ist, die nicht immer positiv sein müssen. Gelegentlich die bewährten Wege zu verlassen und seiner Intuition zu vertrauen, war schon für so manchen Trader erfolgreich.

Das Verhältnis von Risiko und Rendite

Forex Trading auch mit Risiko verbundenWird im Börsenhandel von Gewinnen und Verlusten gesprochen, geht es im Grunde um das Verhältnis von Risiko zu Rendite. Der Trader kann das Risiko anhand der aktuellen Kurse, des Gewinnziels und des Anstiegskurses berechnen und so ermitteln, ob das Risiko zu seiner eigenen Handelsstrategie passt. Neueinsteiger sollte so handeln, dass das Risiko gering und die mögliche Rendite hoch ist. Dadurch halten sie die Wahrscheinlichkeit eines großen Verlustes gering. Mit wachsender Erfahrung können das Risiko und somit auch die mögliche Rendite durchaus größer werden.

Folgende Tipps helfen dabei das Risiko-Rendite-Verhältnis in einem überschaubaren Rahmen zu halten:

Der Handelsplan als Schlüssel zum Erfolg

Bevor Trader mit dem Handeln beginnen, sollten sie einen strukturierten Handelsplan entwerfen und diesen zielstrebig verfolgen. Wird zu häufig von diesem Plan abgewichen, werden die Trader nur von ihrem Ziel abgebracht. Denn jeden Tag gibt es neue Versuchungen und der Trader öffnet neue Positionen oder lässt diese für einen längeren Zeitraum offen. Doch je genauer sich ein Trader an seinen Plan hält, umso erfolgreicher kann er arbeiten. Zugleich sollten die Trader ein Tradingtagebuch sowie ein Handelsprotokoll führen. Diese Handelswerkzeuge sollten unbedingt genutzt werden, weil sie dabei helfen, die Emotionen im Griff zu behalten.

Wichtig: Grenzen setzen

Der Börsenhandel birgt ein großes Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen und somit Verluste einzufahren. Wer das nicht von vornherein einplant oder sich Grenzen setzt, bringt sich damit möglicherweise selbst in den Ruin. Händler sollten sich also von Anfang an klare Limits setzen, an welchen sie sich beim Handel auch konsequent orientieren. Verlustreiche Positionen sollten nicht zu lange offen gehalten werden. Trader sollten außerdem Stop-Orders aufgeben, bevor sie eine Handelsposition eröffnen. Einen guten Anhaltspunkt dafür, wann verlustreiche Positionen früher geschlossen wurden, gibt das Handelsprotokoll. Trader sollten außerdem nie nach ihrer jeweiligen Gefühlslage entschieden, sondern sich strikt an ihre Handelsstrategie halten.

Euphorie ist fehl am Platz

Euphorie beim TradenGewinne machen die meisten Menschen glücklich oder sogar euphorisch. Befindet sich ein Trader in einer Glückssträhne, läuft er allerdings Gefahr, den Bezug zur Realität zu verlieren. Allerdings kann sich der Markt, auf dem er gerade Gewinne gemacht hat, jederzeit wandeln. Es ist also nicht unbedingt zu erwarten, dass der Trader auch beim nächsten Handel eine hohe Rendite erwirtschaftet. Deshalb sollten Trader sachlich und nüchtern daran gehen, neue Positionen zu eröffnen. Denn nur eine gute Handelsstrategie sichert langfristige Gewinne.

Jeder Händler sollte vorab einen Handelsplan erstellen, in welchem er seine Strategie festlegt, sodass die Entscheidungen nicht von Emotionen beeinflusst werden. Des Weiteren sollten sie ihre Strategie nach jedem Gewinn überprüfen und die Strategie mit allen neu eröffneten Positionen überprüfen. Denn öffnet ein Trader euphorisch neue, erfolgversprechende Positionen, können all seine Pläne zunichte gemacht werden.

 

Trading: Das sind die häufigsten Fehler

Trader müssen sich in jedem Fall der Tatsache bewusst sein, dass es sich beim Trading um ein hochspekulatives Geschäft handelt. Wer nicht von Anfang an Verluste machen möchte, sollte folgende Fehler tunlichst vermeiden:

Der Trader bereitet sich nicht vor

Trader scheitern mangels vorbereitungNeueinsteiger können in der Welt des Handels im Grunde jeden Fehler machen. Das beginnt schon damit, welche Plattform er auswählt und endet noch lange nicht damit, dass er falsche Stopps bei seinen Trades setzt. Bevor der Trader mit dem Handeln beginnt, sollte er also ausreichend Zeit investieren, um den Finanzmarkt genau zu beobachten. Das gilt vor allem, wenn sich Trader erstmals auf diesem Parkett bewegen und das Ganze für sie noch fremd ist. Weil es nicht immer allzu einfach ist, auf dem Finanzmarkt den Durchblick zu behalten, ist eine gute Vorbereitung das A und O für die ersten Trades. Trader bereiten sich gut vor, indem sie im Internet recherchieren, Fachliteratur lesen oder spezielle Kurse und Seminare besuchen. Derartige Kurse werden von vielen Plattformen kostenlos angeboten. Trader, die ohne die entsprechenden Kenntnisse einfach mit dem Handel beginnen, geraten fast zwangsläufig in die Verlustzone.

An Verluste wird im Vorfeld nicht gedacht

Theoretisch handelt es sich beim Trading um eine Methode, mit der sich relativ schnell viel Geld verdienen lässt. Die notwendigen Vorkenntnisse halten sich in einem überschaubaren Rahmen, und ansonsten brauchen die Trader lediglich einen PC sowie einen Internetanschluss. Grundsätzlich kann also jeder jederzeit an der Börse spekulieren. Eben weil sich sehr schnell viel Geld verdienen lässt, denken viele Marktteilnehmer nicht daran, dass sie auch Verluste machen können. Schließlich arbeitet man beim Trading mit Hebeln, welche die hohen Gewinnsummen aber auch Verluste innerhalb kurzer Zeit möglich machen. Im Rahmen einer sorgfältigen Vorbereitung sollten die Trader also nicht nur ihre Gewinnchancen errechnen, sondern auch eventuelle Verluste einplanen.

Der Trader verlässt sich nur auf die Software

Software für TraderEin unerlässliches Werkzeug für das erfolgreiche Trading ist die richtige Software. Diese finden Trader etwa, indem sie Kaufempfehlungen folgen oder indem sie auf der jeweiligen Trading-Plattform die dort bewährte Software nutzen. Trader sollten sich allerdings nicht nur auf die Software und ihre entsprechenden Chartsysteme verlassen, weil diese nur eine Unterstützung darstellen. Die Entscheidung muss der Trader jedoch selbst treffen, weshalb er die Analyse- und Chartsysteme auch nur als Werkzeug nutzen sollte.

Das falsche Timing

Vor allem in Hinblick auf das perfekte Timing spielt gerade für Neueinsteiger die mangelnde Erfahrung eine wichtige Rolle. Das richtige Timing lernen sie erst dadurch, dass sie viele Trades durchführen und damit auch die entsprechende Erfahrung sammeln. Folgende Tipps können aber dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt herauszufinden:

  • Wer ein detailliertes Handelsprotokoll führt, läuft nicht Gefahr, die gleichen Fehler erneut zu machen.
  • Die möglichen Szenarien sollten vorab mit Charts oder Grafiken dargestellt werden.
  • Impulsive Aktionen vermeiden Trader, indem sie sich genau an ihren Handelsplan halten.

Im günstigsten Fall testen Anleger den Handel mit CFDs oder den Forex-Handel risikolos aus. Möglich macht das ein CFD-/Forex-Simulator. Anfänger können das Tradinggeschäft damit unkompliziert und risikofrei kennenlernen.

 

Der Handel und die Psychologie

Die Psychologie wird in Zusammenhang mit dem Handel an der Börse oft unterschätzt. Denn nicht selten bestimmt sie, ob ein Trader erfolgreich ist oder nicht. Und auch in der Frage, welche Handelsgeschäfte aussichtsreich sind oder wo Verluste drohen, spielt die Psychologie eine wichtige Rolle.

Positive Emotionen nutzen und negative vermeiden

Expertenbuch über TradingpsychologieEmotionen sind ein wichtiger Teil des Menschen. So wird jeder Mensch täglich von Emotionen beeinflusst und zu unterschiedlichen Handlungsweisen verführt. Emotionen sind also auch beim Trading durchaus angebracht. Allerdings kann das Trading von negativen Emotionen wie Gier oder Angst auch ungünstig gesteuert werden. Im schlimmsten Fall können diese Emotionen sogar zu einem Totalverlust führen, was eben durch unüberlegtes Handeln durchaus passieren kann. Trader sollten also folgende Emotionen beachten und auch immer im Blick haben.

Angst

Angst ist ein denkbar schlechter Ratgeber, der Menschen oft dazu bringt, in verschiedenen Situationen falsch zu reagieren. Deshalb sollten Anfänger bevor sie mit richtigem Geld spekulieren zunächst ein Demo-Konto eröffnen. Hier kann der Anleger beobachten, wie er selbst mit der Angst vor einem Verlust umgeht. Die Anfänger können somit risikolos sämtliche emotionalen Phasen während des Handels auf dem Markt durchleben. Trifft er die falschen Entscheidungen, hat das hingegen keinerlei Einfluss auf den Kontostand.

Eine große Gefahr besteht darin, dass die Trader eines Tages gierig werden. Sie werden vom schnellen Geld gelockt und blenden ihren gesunden Sachverstand aus. Statt den Gewinn eines erfolgreichen Trades mitzunehmen, schließen sie oftmals den Handel nicht ab. Durch die Gier kann also das Verständnis, dass die Gewinne beim Trading durch eine hohe Handelsfrequenz mit niedrigen Gewinnen entstehen, verloren gehen.

Geld am Handelsmarkt zu verdienen ist meist mit viel Stress verbunden. Die Trader müssen schnelle Entscheidungen treffen, und ob diese erfolgreich sind oder nicht, entscheidet sich häufig binnen weniger Minuten. Anleger, die sich diesem Stress aussetzen, sollten einen freien Kopf haben. Sind sie wegen privater oder beruflicher Probleme gereizt, lenkt sie das vom Trading ab und beeinträchtigt auch ihre Entscheidungsfähigkeit.

Emotionen:

Glückliche Menschen weisen ein hohes Maß an Lebensfreude auf, was natürlich auch den Handel beeinflussen kann. Der Grund: Positiv gestimmte Menschen lassen sich nicht so schnell von negativen Ereignissen ablenken. Weil positiv gestimmte Menschen oft mutiger und ein wenig risikoreicher vorgehen, sind Menschen mit einer positiven Grundeinstellung im Börsenhandel nicht selten erfolgreicher.

Rage und Zorn erweisen sich für gewinnorientierte Händler ebenfalls als schlechte Ratgeber. Denn Menschen, die unter diesem Einfluss stehen, treffen meist falsche Entscheidungen. Beispielsweise ordern sie noch nach, wenn ohnehin bereits Verluste drohen. Trotz des Ärgers sollten sich die Trader also besser an ihren Plan halten und nicht davon abweichen.

Geduld ist eine der wichtigsten Tugenden für einen Trader, weil sie damit am besten fahren. Haben sie ausreichend Erfahrung und einen Wissensvorsprung gegenüber anderen Marktteilnehmern, können sie also getrost abwarten, wie der Markt reagiert.

Folgende Regeln sind für einen Trader wichtig:

  • Stets die Ruhe bewahren. Denn nur wer entspannt, klar und stressfrei denken kann, trifft auch vernünftige Entscheidungen. Geht es dem Trader einmal nicht gut gehen, sollte er besser eine Pause einlegen, schließlich läuft ihm der Markt nicht davon.
  • Ein Trader sollte stets konsequent bleiben, schließlich hat er viel Zeit und Wissen in seinen Handelsplan investiert. Und schließlich hatte es auch einen guten Grund, sich für eine bestimmte Strategie zu entscheiden. Der Trader sollte bei seiner Strategie bleiben und sich aus emotionalen Gründen nicht ständig umentscheiden. Selbst dann, wenn sich die eine oder andere Entscheidung einmal als Fehler erweist.

1 Kommentare

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Roland Schuster Feb 03, 2018

Ich kann diesem Artikel in bezug der psychologischen Aspekte voll und ganz zustimmen. Im endeffekt ist es die Gier die alles versaut.

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