Risiko minimieren: Diversifikation – Erstellung eines Portfolio

Die sogenannte Diversifikation bzw. Risikostreuung ist bei allen Investments immer notwendig und somit auch beim Social Trading, denn hiermit kann das Risiko minimiert und Verluste abgefedert werden. Das Konzept der Risikostreuung ist sehr einfach. Eine der Grundregeln lautet, dass niemals das gesamte Kapital in einen Markt verteilt werden darf. Sollte nämlich dieser eine Markt abstürzen, so wäre das gesamte Kapital verloren. Vielmehr sollten Anleger bei der Erstellung bzw. Zusammenstellung ihres Portfolio folgendes beachten.

Auswahl der Märkte

Unerfahrene Anleger und Neulinge im Social Trading sehen sich oftmals nur die Tradingstatistiken der einzelnen Top-Trader an, aber nicht das Portfolio. Jedoch ist genau das erforderlich, um eine vernünftige Risikostreuung vornehmen zu können. Beim Betrachten des Portfolios von Top-Tradern sollten sich Anleger die folgenden Fragen beantworten:

  • Seit wann handelt der Top-Trader und über wie viel Erfahrung verfügt er?
  • In welche Märkte investiert der Top-Trader und wie erfolgreich ist er damit?
  • Kennt sich der Top-Trader in den Märkten aus, in die er investiert?
  • Wie gestaltet sich die Volatilität seines Depots?

Anleger müssen stets beachten, dass verschiedene Märkte auch unterschiedliche Eigenschaften haben, die man kennen sollte. Beispielsweise könnten die Kurse in einem Markt fallen, während die Kurse in einem Markt plötzlich steigen. Bei der Auswahl des Top-Traders spielt es also durchaus eine wichtige Rolle, auf welche Märkte er sich konzentriert. Grundsätzlich ist es empfehlenswert einen Top-Trader auszuwählen, der in verschiedene Märkte investiert, umso das Risiko zu minimieren.

Einige Social-Trading-Plattformen bieten unterschiedliche Tools und Funktionen, um Märkte kennenzulernen. Mithilfe dieser Funktionen lassen sich die Märkte und ihr Risikograd auch besser einschätzen. Dabei dürfen Anleger auch ruhig einmal Märkte wählen, die sie noch nicht oder noch nicht so gut kennen. Auch hiermit kann das eigene Portfolio weiter diversifiziert werden.

Des Weiteren fügen viele Social-Trading-Plattformen immer wieder neue Märkte in die Auswahl hinzu. Es kann sich durchaus lohnen, sich diese anzusehen, denn hierdurch erhält man wiederum neue Diversifikationsmöglichkeiten. Das Positive ist auch daran, dass neue Märkte auch neue erfolgreiche Top-Trader anziehen, die sich genau auf diese spezialisiert haben.

Auswahl der Handelsstrategien

Wie schon zuvor erwähnt ist es äußerst wichtig, nicht das gesamte Kapital in einen einzigen Markt zu investieren. Genauso wichtig ist auch, dass sich Anleger niemals nur auf eine Handelsstrategie verlassen. Jede Handelsstrategie hat Vor- und Nachteile. Bei der Auswahl der Top-Trader sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Performance gut vorhersehbar und natürlich auch nachvollziehbar ist. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass sich Anleger mit den verschiedenen Handelsstrategien auskennen und diese ggf. in einem Demokonto zu testen. Einige Social-Trading-Plattformen ermöglichen es auch, mit Top-Tradern Kontakt aufzunehmen. Diese Chance sollte unbedingt genutzt werden, um etwaige offene Fragen zu klären. Diese Vorgehensweise hilft dabei zu entscheiden, ob eine Strategie in das persönliche Portfolio passt oder nicht.

Anleger sollten dabei auch verschiedene Time-Frames auswählen, wie zum Beispiel kurz-, mittel- oder langfristige Anlagen. Für die weitere Diversifikation des Portfolios ist es auch wichtig, vielleicht zwei der drei Signalgeber einzubauen, die auf verschiedene Time-Frames handeln. Auf die Trading-Frequenzen sollte ebenfalls geachtet werden. Top-Trader mit einer niedrigen Trading-Frequenz sollten eher nicht ausgewählt werden. Auch hier macht es eine gute Mischung. Insgesamt sollten Top-Trader auf eine gesunde Mischung vertrauen, die aus risikoarmen und risikofreudigen Top-Tradern besteht.

Beobachtung des persönlichen Portfolio

Anleger dürfen nicht meinen, dass es damit getan ist, Top-Trader auszuwählen und das Ganze dann einfach mal laufen zu lassen. Es ist unabdingbar, dass Anleger ihr Portfolio ständig beobachten und überprüfen. Top-Trader ändern nicht selten plötzlich ihr Trading-Verhalten und wechseln die Strategie. Ebenso kann es passieren, dass plötzlich nur noch Verluste eingefahren werden, weil der Top-Trader vielleicht die eine oder andere Positionsgröße verändert hat. Insofern ist es die Pflicht eines jeden Anlegers, das eigene Portfolio regelmäßig zu überprüfen und ggf. Top-Trader rauszuschmeißen und neue einzufügen.

Zusammenfassung: Tipps für die Diversifikation des Portfolios

Tipp 1 – in verschiedene Märkte investieren

Anleger sollten Top-Trader suchen, die sich in verschiedenen Märkten auskennen oder sich auf einige spezialisiert haben. Hierzu ist es unter anderem wichtig, sich nicht nur die Tradingstatistik, sondern auch das Portfolio des Top-Traders anzusehen. Wenn sich ein Anleger zum Beispiel nur Top-Trader auswählen, die hauptsächlich in das Währungspaar EUR/USD investieren, entsteht ein enorm hohes Gefährdungspotenzial, was unbedingt zu vermeiden ist. Viele Social-Trading-Plattformen stellen verschiedene Hilfen zur Verfügung, um die passenden Top-Trader zu finden. Diese sollten in jedem Fall in Anspruch genommen werden.

Tipp 2 – in neue Bereiche wagen

Anleger sollten sich nicht davor fürchten, etwas Neues zu wagen. Es kann durchaus sinnvoll sein, sich auch mal Märkte anzusehen, mit denen man sich nicht so gut auskennt oder wo man eher zögerlich ist. Hierdurch wird nicht nur das Portfolio weiter gestreut, sondern es eröffnen sich auch vollkommen neue Möglichkeiten, in andere Strategien zu investieren und hiervon zu profitieren.

Tipp 3 – Marktrisiko einschätzen

Die meiste Social-Trading-Plattformen stellen unterschiedliche Tools zur Verfügung, um das Marktrisiko besser einschätzen und ermitteln zu können. Hiermit kann das Risiko der Investition für jeden einzelnen Markt herausgefunden werden.

Tipp 4 – Diversifikation der Trading-Arten

Neben der Diversifikation der Märkte sollten auch die Trading-Arten gestreut werden. Genauso, wie Anleger nicht ihr gesamtes Kapital in einen Markt investieren sollten, so dürfen sie sich auch nicht auf eine einzige Handelsstrategie verlassen. Jede Handelsstrategie hat ihre Stärken und Schwachstellen. Bewährt sich eine Strategie nicht, so werden Anleger ihr gesamtes Kapital verlieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf unterschiedliche Handelsstrategie zu setzen. Sollten sich Anleger mit der einen oder anderen Strategie nicht auskennen, so können sie auch Kontakt mit einem Top-Trader aufnehmen und Fragen hierzu stellen. Wichtig ist auch, dass sich Anleger für verschiedene Time-Frames entscheiden. Es lohnt sich, gleichzeitig in kurz-, mittel- und langfristige Handelsstrategien zu investieren.

Tipp 5 – Neue Märkte – neue Trader

Die meisten Social-Trading-Plattformen aktualisieren regelmäßig ihr Marktportfolio und fügen dementsprechend immer wieder neue Märkte hinzu, wie zum Beispiel neue Aktien, Indizes, Währungspaare oder Rohstoffe. Hierdurch erhalten Anleger sehr gute neue Diversifikationsmöglichkeiten, die sie unbedingt nutzen sollten. Gleichzeitig erhöht sich auch die Auswahl der Top-Trader, da das Hinzufügen neuer Märkte auch zur Folge hat, dass sich neue erfolgreiche Investoren beteiligen und investieren. Insofern entsteht hier gleich eine doppelte Chance, das eigene Portfolio weiter zu streuen.

 

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