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Welche Order gibt es beim CFD-Handel?

Anleger haben im CFD-Handel verschiedene Möglichkeiten bzw. Order, um Handelspositionen einzugehen. Hierzu gehören unter anderem:

Limitierte Order

Beim Kauf oder Verkauf einer Position können Anleger ein Limit für die Preis-/Kurs-Grenze für die Ausführung ihrer Order angeben. Dabei ermöglicht ein Order-Limit das Festlegen eines Kurses, an dem die Order dann ausgeführt wird. so kann die Limitierung bei einer Kauf-Order niedriger festgelegt werden, als der aktuelle Kaufkurs. Fällt der Kurs auf das Limit-Niveau, wird die Kauf-Order entsprechend ausgeführt. Dementsprechend ist es sinnvoll, für eine Verkaufs-Order einen höheren Kurs als den aktuellen Kurs festzulegen.

Beispiel:

Ein Anleger möchte 1000 Facebook-CFDs kaufen und somit „long gehen“, weil er einen steigenden Kurs erwartet. Aktuell steht der Facebook-Kurs mit 118 Euro recht hoch. Der Anleger geht davon aus, dass der Kurs kurzfristig auf 115 Euro fallen wird, weshalb er günstiger einkaufen möchte, als der Kurs der Aktie derzeit steht. Somit setzt der Anleger ein Kauf-Limit bei 115,20 Euro. Bleibt der Kurs über diesem Wert stehen, wird die Kauf-Order nicht ausgeführt. Nun fällt aber der Kurs und beim Limit von 115,20 Euro wird die Order ausgeführt.

Stop-Order

Mithilfe der Stop-Order können Anleger ihr Verlustrisiko entweder mit einem Stop-Loss eingrenzen oder aber mit einem Stop-Buy auf einen Trend mit steigendem Kurs aufspringen bzw. kaufen. Anleger setzen mit einem Stop-Loss-Limit für eine Verkaufsorder einen Stop-Kurs. Sobald dieser erreicht ist, wird die Position aufgelöst, sodass die Verluste begrenzt werden. Wiederum können Anleger mit einem Stop-Buy-Limit einen höheren Kurs bestimmen, bei dessen Erreichen eine neue Position eingegangen bzw. eröffnet wird. Aus diesem Grund können Anleger auch von einem plötzlichen Kursanstieg profitieren, wenn sie von weiteren Kurssteigungen ab einer bestimmten Grenze ausgehen.

Beispiel:

Ein Anleger hält eine Long-Position von 1.000 Facebook-CFDs, die zu einem Kurs von 115,20 Euro gekauft wurden. Der Anleger geht davon aus, dass der Kurs steigen wird. Jedoch möchte er kein hohes Risiko eingehen, falls der Kurs doch fallen sollte. Aus diesem Grund setzt er ein Stop-Loss-Limit bei 110 Euro. Wenn jetzt der Kurs auf diese Grenze fallen sollte, wird die Order zur normalen Market-Order ohne Limit und direkt zum aktuellen Preis gehandelt, der auch unter 110 Euro liegen kann. Dieses Risiko können Anleger bei den meisten Brokern mit der garantierten Stopp-Order entsprechend umgehen. Jedoch werden hierfür oftmals Gebühren berechnet.

If-Done-Order

Die IF-Done-O. kombiniert das Setzen eines Limits für eine Kauf- und Verkaufs-Order. Anleger können so eine prognostizierte Kursbewegung durch das Eröffnen einer Long-Position oder einer Short-Position (Leerverkauf) nutzen, um danach das Risiko, falls es zu einer gegensätzlichen Marktbewegung kommt, mit einer Stop-Order begrenzen zu können.

Beispiel:

Der Kurs der Facebook-Aktie steht bei 112 Euro. Der Anleger möchte aber erst kaufen, wenn der Aktienkurs über 115 Euro steigt, weshalb er einen Stop-Buy für 115 Euro setzt. Nun möchte sich der Anleger für den Kauffall in die andere Richtung absichern und setzt ein Stop-Loss-Limit bei 111 Euro. Jetzt steigt der Aktienkurs auf 115 Euro und es wird gekauft. Sollte der Kurs jetzt weiter steigen, wächst auch automatisch der Gewinn. Fällt hingegen der Aktienkurs unter 111 Euro wird die Position automatisch aufgelöst, sodass weitere Verluste vermieden werden.

One-Cancels-Other-Order (OCO)

Wenn sich ein Anleger in beide Kursrichtungen absichern möchte, nutzt er eine OCO. Hiermit kann er beispielsweise eine Long-Position mit einer Limit-O. und einer Stop-Loss-O. absichern. Im positiven Fall, wenn der Kurs also steigt, können Anleger beim festgelegten Limit verkaufen und die bereits entstandenen Gewinne mitnehmen. Sollte hingegen der Kurs fallen, können die Verluste mit dem Stop-Loss-Limit entsprechend begrenzt werden.

Beispiel:

Der Facebook-Kurs steht bei 115 Euro und der Anleger hält eine Long-Position bei einem Kauf-Kurs von 115,20 Euro. Das Gewinnziel liegt bei 118 Euro. Der Anleger setzt eine limitierte Verkaufsorder für 118 Euro. Wenn der Kurs weiter fällt, soll das Risiko begrenzt werden, weshalb der Anleger einen Stop-Loss bei 112 Euro setzt. Die OCO tritt dann ein, wenn eine der festgesetzten Grenzen erreicht und die Order ausgeführt wird. In diesem Fall würde die andere Order entsprechend gelöscht.

 

 


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