Trend wird durch Pfeile analysiert beim CFD Geschäft / Handelsstrategien

Die wichtigsten Handelsstrategien beim Trading

 

Handelsstrategien  gibt  es eine Vielzahl. Im Folgenden werden aber nur die drei wichtigsten und bekanntesten Strategien vorgestellt.

Trendfolgestrategie

In der Börsenwelt gibt es eine sehr alte Weisheit: „the trend ist your friend“, was nichts anders heißt, als dass der Trend immer dein Freund ist. Hieraus kann geschlussfolgert werden, dass es nicht schlau ist, wenn man sich im Binäroptionshandel der Masse entgegenstellt. Empfehlenswert ist es immer, mit ihr zu handeln. Dabei gilt, dass die Wahrscheinlichkeit immens hoch ist, dass sich ein Trend fortsetzen wird, als dass er umgekehrt (Trendumkehr). Aufgrund dieser Basis können sehr effektive Handelsstrategien umgesetzt werden. Anfänger sollten sich hauptsächlich mit dieser Strategie befassen.

Um einen Trend zu identifizieren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Dabei können Trends immer mithilfe von Aufwärtstrends (Folge von hohen Hochs und hohen Tiefs) oder Abwärtstrends (Folge von niedrigen Hochs und niedrigen Tiefs) erkannt werden. Hier empfiehlt es sich, die sogenannten Trendlinien in einem Chart einzuzeichnen, um die Hoch- und Tiefpunkte miteinander zu verbinden. Ebenso nützlich sind auch gleitende Durchschnitte (SMA = Simple Moving Averages), die ebenfalls in Charts eingezeichnet werden können. So gut wie alle Binäroptionsbroker bieten Charts für die Trendanalyse an, um die besten Einstiegspunkte zu finden.

Volatilitätsstrategie

Die Volatilitätsstrategie wird nur bei sehr volatilen Märkten eingesetzt, bei denen es zu extremen Kursschwankungen kommt, wenn beispielsweise News-Events veröffentlicht wurden. Hier wird nicht die Richtung der Marktbewegung vorhergesagt, sondern es geht vielmehr um die Ausnutzung der Bewegung, und zwar unabhängig von Aufwärts- oder Abwärtstrends.

Die speziellen Marktsituationen können Trader leicht erkennen, vor allem vor wichtigen Ereignissen, wie zum Beispiel vor den Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) oder wenn die USA ihre Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. In solchen Situationen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Kurse stark fallen oder sinken werden. Viele Broker bieten sogenannte News-Kalender oder Wirtschaftskalender an, die alle wichtigen Ereignisse beinhalten.

Bei dieser Handelsstrategie müssen immer zwei Optionen gekauft werden, und zwar eine Option, die über den Kurs liegt und eine Option, die darunter liegt. Somit wird gleichzeitig auf einen steigenden und einen fallenden Kurs gesetzt. Die klassische Handelsart, also die Call- und Put-Optionen werden hierfür nicht gewählt, sondern ausschließlich die One-Touch-Optionen im High-Yield-Modus. Natürlich wird der Trader immer einen Trade verlieren. Der andere Trade wird aber gewinnen und aufgrund der hohen Renditen von bis zu 600 Prozent wird hier eine ordentliche Rendite erzielt.

Beispielszenario:

Eine Aktie steht aktuell bei 200 Euro und es werden starke Kursschwankungen erwartet. Nun kauft der Trader zwei One-Touch-Optionen, und zwar eine zu 100 Euro und eine zu 300 Euro. Sollte der Kurs steigen und die Grenze von 300 Euro berühren, so erhält der Trader einen hohen Gewinn. Wenn hingegen die Kursschwankungen ausbleiben, ist das Geld verloren.

Wenn der Trader 200 Euro eingesetzt hat und der Broker eine Rendite von 300 Prozent auszahlt, so hat er mit dem gewonnenen Trade 600 Euro gewonnen. Bei dem verlorenen Trade ist der Einsatz von 200 Euro verloren. Trotzdem hat der Trader insgesamt einen Gewinn von 400 Euro erzielt und seinen Einsatz somit verdoppelt.

Was sich aber so einfach anhört, ist auch mit einem hohen Risiko behaftet. Diese Strategie ist nicht für Anfänger geeignet, da man sich hier seiner Sache schon sehr sicher sein muss.

Absicherungsstrategie (Heding)

Die Absicherungsstrategie wird oft fälschlicherweise mit dem Binäroptionshandel in Verbindung gebracht. Das Hedging, wie es in der Fachsprache heißt, wird beispielsweise im Forex-Handel genutzt, um Positionen in anderen Märkten entsprechend abzusichern. Ebenso wird das Heding bei Aktienpositionen genutzt. Langfristige Aktienpositionen werden hier zum Beispiel gegen kurzfristige Kursbewegungen abgesichert. Beim Handel mit Binären Optionen findet die Absicherungsstrategie keine Anwendung.

Handelsstrategien für 60-Sekunden-Optionen

In der Regel haben Binäre Optionen eine kurze Laufzeit, was sich der Turbo-Handel zunutze macht, indem eine Position nur 60 Sekunden gehandelt wird. Diese Handelsart ist hochspekulativ und die Trades folgen nicht den Mustern der Chartanalyse. Immer wieder kann es im Handel zu Kursausbrüchen kommen, die zwar beim „normalen“ Traden nicht auffallen, jedoch beim 60-Sekunden-Handel eine wichtige Rolle spielen. Um hier erfolgreich zu sein, muss das Timing stimmen.

Am besten eignen sich hierfür Trendfortsetzungsmuster. Sollte sich ein Kurs in der Abwärtsphase befinden, so wird dies wahrscheinlich auch noch in einer Minute so sein. Wichtig ist beim Turbo-Handel, dass einige Regeln beachtet werden. Sol sollte der Markt in Bewegung sein, damit erkannt werden kann, wohin sich der Kurs bewegt. Schnell schwankende Werte wie beispielsweise Öl oder Gold eigenen sich besonders gut. Bewegt sich der Kurs in eine bestimmte Richtung, sollten keine Trades gesetzt werden, da das Risiko in diesem Zusammenhang viel zu hoch ist. Für den Turbo-Handel eignen sich hingegen nur Werte, die das zuvor genannte Trendfortsetzungsmuster zeigen oder Trends, bei denen ein Ausbruch kurz bevorsteht.

Korrelationen

Besteht zwischen zwei Basiswerten ein Zusammenhang, so wird von einer Korrelation gesprochen. Eine positive Korrelation entsteht, wenn sich beide Basiswerte in eine Richtung bewegen (steigen oder fallen). Beispielsweise ist dies oft bei Auto-Aktien der Fall. Hingegen wird von einer negativen Korrelation gesprochen, wenn sich die Basiswerte gegensätzlich verhalten. Steigen zum Beispiel die Rohölpreise, so ist es sehr wahrscheinlich, dass die Aktien der Automobilunternehmen fallen werden.

Um mit Korrelationen Gewinne zu erzielen, sollten zunächst die ausgewählten Basiswerte analysiert werden. Wenn zum Beispiel ein Basiswert sinkt und eine negative Korrelation auf den anderen Basiswert ausübt, so ist es wahrscheinlich, dass der andere Basiswerte schon bald steigen wird, weshalb eine Call-Option darauf gebucht werden sollte.

Wichtig ist, dass der korrelierende Basiswert gut auf die aktuelle Nachrichtenlage reagiert. Hierdurch kann relativ leicht ermittelt werden, wie er sich bewegen wird. Voraussetzung ist hierfür aber, dass die Nachrichten kontinuierlich beobachtet werden, um den richtigen Einstiegspunkt zu finden. Zudem ist zu beachten, dass sich Korrelationen auch ändern können und nicht zwangsläufig lange bestehen bleiben.

Für Anfänger ist diese Strategie nicht geeignet, da Trader hier über umfangreiche Marktkenntnisse verfügen müssen. Eine Korrelation lässt sich nicht sofort erkennen und reagiert auch nicht direkt. Angewendet wird diese Strategie hauptsächlich beim Pair-Trading. Hier treten zwei Basiswerte aus einer Anlagenklasse gegeneinander an, wie zum Beispiel die Microsoft-Aktie gegen die Apple-Aktie oder die BMW-Aktie gegen die Daimler-Aktie. Es wird dann darauf spekuliert, welcher Basiswert am Ende der Optionslaufzeit besser performen wird.

 


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